Smart(phone) sein, ist IN.

Seit den Kindertagen der Mobilfunktelefonie Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrtausends, hat sich die Welt der Mobiltelefonie gewandelt. Weg vom reinen Mittel zum Zweck, hin zum Lifestyle-Objekt. Des Mobiltelefons primärer Zweck – das Telefonieren – ist die letzten Jahren eher in den Hintergrund gerückt, umso stärker im Kommen sind sogenannte Smartphones. Dies sind die “Schweizer Taschenmesser” unter den Mobiltelefonen und machen mittlerweile einen Großteil des Umsatzes im Mobilfunkmarkt aus. 

Telefonieren ist mittlerweile beinahe Nebensache, vielmehr rücken die “Zusatznutzen” der Telefone in den Mittelpunkt. Kameras im oberen Megapixel-Bereich machen für ambitionierte Hobbyfotografen die Digicam überflüssig, denn so kann man mit dem Handy z.B. Bilder von Berlin machen. Eingebaute GPS-Sender führen einen auch in die verstecktesten Ecken unseres Landes. Social-Network-Apps teilen unseren Freunden und Bekannten jederzeit mit wo wir sind und was wir machen. Mobiles Internet macht das Surfen auch unterwegs möglich. Immer schnellere Mobilfunknetze bzw. Datenübertragungsstandards machen das Handy zum einem kleinen Westentaschen-PC. Die Möglichkeiten sind grenzenlos und wer den Trend in Richtung Smartphone bis jetzt noch nicht für sich entdeckt hat, der hat den Zug wohl endgültig verpasst – ein Fakt der beispielsweise dem ehemaligen Platzhirsch Nokia sehr zu schaffen macht. 

Vorreiter war ursprünglich sicher Apple mit seinem Iphone, das erfolgreich vorgemacht hat, dass Smartphones viel mehr sein können, als reine Telefone. Appstore und Android-Download-Plattformen haben ihr Übriges zum raschen Erfolg der Smartphones beigetragen.

Bei dem sicher oft vorhandenen Mehrwert, den uns moderne Mobiltelefone bieten, birgt dieser noch recht junge Markt natürlich auch einige potentielle Probleme: Wollen wir wirklich, dass dank unseres GPS-fähigen Smartphones jeder weiß, wo wir uns aufhalten? Schon rein Datenschutzrechtlich beispielsweise sehr bedenklich. Verstärktes Nutzen des mobilen Internets beinhaltet auch Kostenfallen, die durch den immer größer werdenden Datenverbrauch entstehen können. Nicht zuletzt bei Jugendlichen ist dieser Punkt nicht zu unterschätzen, zumal das Handy bei der heutigen Jugend nachweislich eine immer zentralere Rolle einnimmt.

Ein Blick in die Zukunft verspricht eine immer stärkere Symbiose von Handy in Richtung mobiler PC. Tablet-PC´s haben es vorgemacht. Ein Verantwortungsvoller Umgang mit den noch recht jungen Technologien, birgt sicher viele Chancen – ob diese sinnvoll genutzt werden, bleibt jedem selbst überlassen.